Meine Vita

Wer immer tut, was er kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford

Once upon a time…

Meine „Reise“ in die Welt der Medizin begann mit einer simplen Ausbildung zur Arzthelferin in der Humanmedizin im Jahre 1990. Die „Reise“ in die Hundewelt im Jahre 1996, als ich einen fast blinden Dackel aus einem Straßengraben barg und ins Tierheim brachte. Zu diesem Zeitpunkt lebten bei mir “nur” meine 8 Katzen.

Auf den ersten Blick scheint weder das eine noch das andere in einem Bezug zueinander zu stehen, dennoch wurden so die Grundsteine für meine unstillbare Neugier im Bereich der Medizin und der Kynologie gelegt.

Den Beruf der Arzthelferin gab ich nach meiner Ausbildung schnell auf. So interessant der medizinische Teil des Berufs war, der Rest langweilte mich schnell. Ein wenig mehr Herausforderung durfte es schon sein. Was ich damit jedoch nicht aufgab, war mein Interesse am Thema Medizin.

Der Bereich Hund und Katze manifestierte sich schnell in einer sehr intensiven ehrenamtlichen Tätigkeit im örtlichen Tierheim. 1999 war es dann soweit: Ich traf auf meinen ersten Hund. Allerdings nicht im Tierheim, sondern während einer meiner zahlreichen Reisen im südost-asiatischen Raum:

Bär kam von der Insel Koh Samui in Thailand und begleitete mich im Alter von 16 Wochen nach Deutschland. Er war ein Hund, der (mehr Paria als Haushund) mit 16 Wochen bereits sehr strukturiert seinen vielfältigen Interessen nachging: Sie hatten eine Gemeinsamkeit – alle fanden ohne mich statt *g*.

Und er war es dann, der mein Leben maßgeblich beeinflusste:

Ein Arbeitsplatzwechsel, ein  zweijähriges kynologisches Studium bei CANIS (um ein umfassenderes Verständnis für Hunde zu bekommen und im speziellen für meinen eigenen Hund), eine ehrenamtliche Tätigkeit als Schriftführerin bei dem Verein „Tiere ohne Zukunft“ und das Engagement als Pflegestelle für verschiedene Tierschutzvereine…

Und so traf ich 2002 auf Smilla. Eine Husky-Galgo-Mischlingshündin aus Spanien trat in unser Leben und damit auch die große Welt der Parasitosen: Babesiose, Leishmaniose, Anaplasmose und Ehrlichiose brachte Frl. Smilla aus Spanien mit nach Deutschland und für mich begann eine Zeit der intensiven Beschäftigung mit diesen Erkrankungen. Letztlich führten sie zu einer längeren Moderatorentätigkeit im „Leishmaniose-Forum“, dem führenden Selbsthilfeforum für Halter von ausländischen Hunden mit Mittelmeererkrankungen.

Es kamen (und gingen) noch einige weitere Pflegehunde. Es folgten viele Seminare und Workshops rund um den Hund. Und nein, leider lebten wir nicht alle glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende. Nach und nach verließen uns die Samtpfoten. Leukose, Pankreaskarzinom und chronische Niereninsuffizienz waren die Diagnosen, die mich den jeweiligen Schreckgespenstern näher brachten. Ich wollte den „Feind“ genau kennen, um ihm entgegentreten zu können.

Und auch Bär und Smilla wurden älter und entwickelten allerlei Nebenkriegsschauplätze, der Bewegungsapparat war nur einer davon. Die Idee – wie in der Humanmedizin – zu einem Physiotherapeuten zu gehen scheiterte kläglich an dem Umstand, dass es in unserer Umgebung anno 2012 zwar sicher schon Physiotherapeuten gab, aber ich bei meiner Recherche nicht fündig wurde. Selbst die Nachfrage bei meinem Haustierarzt ergab keine passenden Resultate. Außer mobil halten, Muskelaufbau und Schmerzfreiheit konnte ich nicht viel für die beiden Oldies tun.

Am 17. August 2013 verstarb Bär im Alter von 14,5 Jahren, nur 5 Wochen später, am 24. September 2013 folgte ihm Smilla im Alter von 13,5 Jahren, und eine Ära ging zu Ende…

Zwischenzeitlich habe ich eine zweijährige Weiterbildung zur Hundephysiotherapeutin absolviert. Aktuell befinde ich mich im „Endspurt“ der Aufstiegsfortbildung zur Hundefachwirtin/IHK, die ich voraussichtlich 2020 erfolgreich beenden werde.

Fort- und Weiterbildungen gehören für mich zum Leben und sind notwendig, um den Anschluss nicht zu verpassen und so viel Wissen aufzunehmen wie möglich. Nicht Stehenbleiben, sondern den Horizont permanent erweitern, um Fähigkeiten und Kenntnisse zu optimieren und erfolgreich anzuwenden – im Sinne unserer 4Beiner.

Für alle, die mein kynologischer Lebenslauf im Detail interessiert, habe ich ihn als Datei hinterlegt (bitte beachten Sie, dass es sich um ein 3-seitiges .pdf handelt und der Download auf mobilen Geräten am besten durch das Öffnen eines neuen Tabs gelingt):

Aktuell lebe ich mit meiner Frau Christiane und unseren 3 Hunden Cobaka, Finn und Miss Watson in Oberbayern. Ich arbeite in Teilzeit bei der hämatologischen Studienzentrale der Medizinischen Klinik III am Klinikum der Ludwig-Maximilian-Universität München, Campus Großhadern. Auch meiner Tätigkeit als mobile Tierphysio- und -bewegungstherapeutin für Hunde und Katzen gehe ich in Teilzeit nach.

Cobaka, Miss Watson, Finn im Winter 2018
Cobaka, Miss Watson und Finn im Winter 2018

Das sagen Kollegen und Freunde über mich